Stiftung Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

Ende 2008 wurde die nichtrechtsfähige Stiftung „Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam“ gegründet, die von der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten treuhänderisch verwaltet wird. Stifter ist der Evangelisch-Kirchliche Hilfsverein (EKH), der als Eigentümer das nach 1945 vom sowjetischen Militärgeheimdienst genutzte Gebäude sowie den 2008 fertig gestellten Neubau eines Besucherzentrums in die neue Stiftung einbringt.

Zweck der Stiftung ist es laut Satzung, an das im ehemaligen Gefängnis des sowjetischen Militärgeheimdienstes geschehene Unrecht und an die Opfer zu erinnern. Das Haus soll als Gedenk- und Begegnungsstätte für die politische Bildung und die Förderung des demokratischen Staatswesens genutzt werden. Aufgabe der Stiftung ist es darüber hinaus, die Geschichte des Hauses und seine Einbindung in das System der Unterdrückung, vor allem durch die politische Justiz, zu erforschen und die Öffentlichkeit durch Führungen, Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen zu informieren. Die Treuhandstiftung wird zu je 50 Prozent vom Land Brandenburg und vom Bund finanziert. Nachdem das historische Gebäude bereits saniert wurde, stehen jetzt Mittel des Landes und des Bundes für eine künftige Dauerausstellung bereit.

Organ der Stiftung ist ein Kuratorium, in dem je ein Vertreter des EKH, des für Kultur zuständigen Ministeriums des Landes Brandenburg, der für Kultur zuständigen obersten Bundesbehörde und der gesetzliche Vertreter des Treuhänders arbeiten. Darüber hinaus hat die Stiftung einen Beirat mit bis zu zehn Mitgliedern.

 

 

Abbildungen: