Chronologie der Gedenkstätte

15. August 1994

Übergabe des Militärstädtchens Nr.7 an die Stadt Potsdam und das Bundesvermögensamt

August 1994

Rückgabe des Hauses Leistikowstraße 1 an den Evangelisch-Kirchlichen Hilfsverein (EKH)
Erste Überlegungen zu einem Museum in der Leistikowstraße 1 durch den EKH

März 1995

Sonderausschuss des EKH im Gespräch mit der deutschen Sektion von amnesty international und der Mühlheimer Initiative für deutsch-russische Versöhnung und Verständigung über die Zukunft der Leistikowstraße 1 als deutsch-russische Begegnungsstätte

3. April 1995

Offizielle Freigabe des Militärstädtchens Nr. 7 für die Öffentlichkeit

September 1995

Nutzung des Gebäudes als Bürositz der Potsdamer Sektion von amnesty international

4. Oktober - 
9. November 1997

Erste Öffnung des Hauses für Besucher
Erstmalige Präsentation der Ausstellung „Von Potsdam nach Workuta, organisiert von MEMORIAL/St. Petersburg, dem Förderverein für MEMORIAL/St. Petersburg e.V. (Berlin)

November 1997

Beschluss über die Errichtung einer Begegnungs- und Gedenkstätte in der Leistikowstraße 1  durch die Initiativgruppe KGB Gedenkstätte, bestehend aus Vertretern des EKH, Opfern der stalinistischen Verhaftungen und Vertreter des deutschen Fördervereins MEMORIAL e.V. sowie der Regionalgruppe Potsdam von amnesty international

Februar 1998

Erste bauliche Sicherung des Hauses Leistikowstraße 1 durch den EKH

24. Mai -
3. Oktober 1998

Öffnung des Hauses für Besucher
- Ausstellung „50 Jahre Menschenrechte - Zeit zu handeln“
- Reduzierte Ausstellung „Von Potsdam nach Workuta“
- Dokumentation über die Lage der Menschenrechte in den GUS-Staaten

16. Juni -
 31. Oktober 1999

Öffnung des Hauses für Besucher
- Ausstellung „Von Potsdam nach Workuta“
- Ausstellung „Menschenrechte in Rußland heute“

30. August 1999

Gründung der Arbeitsgemeinschaft Gedenk- und Begegnungsstätte Ehemaliges KGB-Gefängnis durch Gisela Kurze und Christian Albroscheit

Mai - Oktober 2000

Öffnung des Hauses für Besucher
Eröffnung der überarbeiteten Ausstellung „Von Potsdam nach Workuta“
- Präsentation des gleichnamigen Begleitbandes zur Ausstellung, herausgegeben von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung und dem Förderverein für MEMORIAL/St. Petersburg e.V. (Berlin)

September 2000

Lesung des indischen Autors Rajvinder Singh aus Texten politisch Verfolgter

Mai - Oktober 2001

Öffnung des Hauses für Besucher
- Ausstellung „Von Potsdam nach Workuta“

14. Juni 2001

Lesung des Zeitzeugen Günter Martins aus seinem gedruckten Erinnerungsbericht „Ruki na sad“

3. September 2001

Lesung der Zeitzeugin Hergart Wilmanns aus ihrem gedruckten Erinnerungsbericht „Blumen in Beton“

Mai - Oktober 2002

Öffnung des Hauses für Besucher
- Ausstellung „Von Potsdam nach Workuta“
- Sonderausstellung „Die Kinder von Hoheneck“
- Ausstellung „Russland auf dem Weg nach Europa. Eine Ausstellung zur Menschenrechtssituation" von amnesty international

20. August 2002

Lesung des Zeitzeugen Lothar Scholz aus seinem gedruckten Erinnerungsbericht „Im Namen von Marx-Engels-Lenin-Stalin. Eine Jugend in sowjetischen Straflagern“

Mai - Oktober 2003

Eingeschränkte Öffnung des Hauses für Besucher aufgrund baulicher Mängel
- Ausstellung „Von Potsdam nach Workuta“
- Sonderausstellung „Die Kinder von Hoheneck“

3.Mai 2003

Saisonauftaktveranstaltung und Katalog-Präsentation „Von Potsdam nach Workuta“, herausgegeben von MEMORIAL Deutschland e.V.

August 2003

Gründung des Verein Gedenk- und Begegnungsstätte Ehemaliges KGB-Gefängnis Potsdam e.V.

Mai - Oktober 2004

Eingeschränkte Öffnung des Hauses für Besucher

14. August 2004

Symbolische Pflanzung eines Apfelbaums im Außenbereich des Hauses

Oktober 2004

Beginn der konzeptionellen Überlegungen als Grundlage für den Erhalt und Ausbau der Leistikowstraße 1 zur Gedenkstätte unter Beteiligung der Stadt Potsdam, dem MWFK des Landes Brandenburg, dem EKH, der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und der Denkmalpflege

9. Dezember 2004

Das Areal Leistikowstraße 1 wird unter Denkmalschutz gestellt

16. Februar 2005

Öffentliche Anhörung im Bundestagsausschuss für Kultur und Medien: Antrag des EKH auf Aufnahme des Gefängnisses Leistikowstraße 1 in die Gedenkstättenliste des Bundes

Mai - Oktober 2005

Eingeschränkte Öffnung des Hauses für Besucher aufgrund baulicher Mängel
- Ausstellung „Von Potsdam nach Workuta“
- Neue Ausstellung der Potsdamer Gruppe von amnesty international über Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien und Nordkorea

30. April 2005

Saisonauftaktveranstaltung des Vereins Gedenk- und Begegnungsstätte Ehemaliges KGB-Gefängnis e.V. mit einer musikalisch umrahmten Lesung in der Friedenskirche

15. Mai 2005

Der Berliner Aktionskünstler Ben Wargin sät Sonnenblumen als Friedenssymbol vor dem KGB-Gefängnis unter dem Motto „300 Kriege nach dem Weltkrieg“

13. August 2005

Kranzniederlegung und Podiumsdiskussion mit Zeitzeugen

19. Dezember 2005

Denkmalgerechte Sanierung des Hauses ab 2006 und Bauplanung eines Besucherinformationszentrums

Mai - Oktober 2006

Eingeschränkte Öffnung des Hauses für Besucher aufgrund zunehmender baulicher Mängel

30. April 2006

Saisonauftaktveranstaltung
Vorstellung der Dokumentation „Schatten zwischen Belvedere und Schloss Cecilienhof“, herausgegeben von MEMORIAL Deutschland e.V.

Juni 2006

Ausschreibung des begrenzt offenen Realisierungswettbewerbs durch den EKH zum Neubau eines Besucherinformationszentrums für die künftige Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße

August 2006

Auslobung des begrenzt offenen Realisierungswettbewerbs durch den EKH zum Neubau eines Besucherinformationszentrums für die künftige Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße
Den 1. Preis erhält das Münchener Architektenbüro Wolfgang Brune

30. September - 
29. Oktober 2006

Sonderausstellung „Was Krieg anrichtet: Kinder aus Tschetschenien zeichnen ihre Erlebnisse“

28. Oktober 2006

Lesung des Zeitzeugen Bodo Platt aus seinem gedruckten Erinnerungs-bericht „Sobirai weschtschi! Pack deine Sachen!“

1. Dezember 2006

Konstituierende Sitzung des Begleitgremiums für die künftige Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße

21. Mai 2007

Erster Spatenstich für den Bau des Besucherinformationszentrums

3. Juli 2007

Grundsteinlegung für die Errichtung des Besucherinformationszentrums

15. Oktober 2007

Richtfest

5. Dezember 2008

Gründung der Stiftung Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam innerhalb der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

28. März 2009

Festveranstaltung zum Beginn des Interimsbetriebes der Gedenk- und Begegnungsstätte

29. März 2009

„Tag der offenen Tür“ als Auftakt des Interimsbetriebs

22. April 2009

1. Ortsgespräch der Denkmalpflege 2009 in der Gedenkstätte Leistikowstraße

Juli 2009

Beginn der Erarbeitung der Dauerausstellung und des Sammlungsaufbaus

24. August 2009

Gedenkstätte Leistikowstraße als Etappe einer Radtour von PNN-Lesern auf den Spuren zweier Diktaturen (DiktaTour)

11. September 2009

Zeitzeugengespräch mit Hans-Günter Aurich und Bodo Platt als gemeinsame Veranstaltung der Gedenkstätte mit dem Verein Gedenk- und Begegnungsstätte Ehemaliges KGB-Gefängnis Potsdam e.V.

13. September 2009

Teilnahme am „Tag des offenen Denkmals“ mit Führungen durch das Gefängnis und durch das ehemalige Militärstädtchen Nr. 7

31. Oktober 2009

Sonderführungen im Rahmen der Kooperation mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

19. Dezember 2009

Präsentation erster Ergebnisse der Forschungs- und Sammlungstätigkeit der Gedenkstätte im Besucherinformationszentrum
-Vitrinenschau zur Geschichte des Ortes
-Temporär wechselnde Vitrinenschau zu ausgewählten Häftlingsschicksalen

Dezember 2009

Die Gedenkstätte kann seit Beginn des Interimsbetriebs knapp 3000 Besucher verzeichnen

Januar 2010

Beginn des Inschriftenprojektes zur Dokumentation und wissenschaftlichen Auswertung der Inschriften im Haus, gefördert durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung

Seit Mai 2010

Erweitertes Angebot der Gedenkstätte während des Interimsbetriebs: Regelmäßige Führungen durch das ehemalige Militärstädtchen Nr. 7

19. Mai 2010

Das Kuratorium beschließt die Umsetzung des von der Gedenkstättenleitung vorgelegten Ausstellungskonzepts

6. Juni 2010

Teilnahme am Unesco-Welterbetag mit Führungen durch das Gefängnis und durch das ehemalige Militärstädtchen Nr. 7

16. Juni 2010

Schülerinnen der Voltaire-Schule Potsdam sprechen mit dem russischen ehemaligen Häftling Witold Abankin

27. Juni 2010

Teilnahme am Tag der Architektur mit Führungen durch  das Gefängnis und durch das Besucherinformationszentrum mit dem Architekten Wolfgang Brune

Juli 2010

Abschluss der restauratorischen Untersuchung der Fassade und Innenräume

12. September 2010

Teilnahme am „Tag des offenen Denkmals“ mit Führungen durch das Gefängnis und durch das ehemalige Militärstädtchen Nr. 7

13. Oktober 2010

Auslobung des Gutachterverfahrens für die Gestaltung der Dauerausstellung

Dezember 2010

Die Gedenkstätte kann seit Beginn des Interimsbetriebs knapp 6000 Besucher verzeichnen

14. – 20. Mai 2011

Werkstattwoche mit Sonderführungen, Vorträgen, Schüler-Rallye, Werkstatt- und Zeitzeugengesprächen sowie einer Lehrerfortbildung

15. Mai 2011

Beteiligung am Internationalen Museumstag, Veranstaltungen zum Thema „Inschriften lesbar machen“

17. Mai 2011

Präsentation eines Faltblattes mit historischer Umgebungskarte zur sowjetischen Geheimdienststadt „Militärstädtchen Nr. 7“ in Potsdam, das die Gedenkstätte gemeinsam mit Auszubildenden des Landesvermessungsamt und der Geobasis des Landes Brandenburg erarbeitet hat. Die Deutsche Gesellschaft für Kartographie zeichnete die Arbeit auf der Geoinformations-Messe „Intergeo“ in Nürnberg 2012 mit dem 1. Preis für Auszubildende aus

September 2011

Beginn des Schülerprojekts zur Erarbeitung einer Schülerausstellung über den ehemaligen Häftling des Gefängnisses Leistikowstraße Ernst-Friedrich Wirth und die „Meuselwitzer“-Gruppe

Dezember 2011

Die Gedenkstätte kann seit Beginn des Interimsbetriebs über 9000 Besucher verzeichnen

Januar 2012

Beginn des Schülerprojekts zur Erarbeitung einer Szenischen Lesung aus Erinnerungsberichten ehemaliger Häftlinge des Gefängnisses Leistikowstraße

18. April 2012

Eröffnung der Dauerausstellung „Sowjetisches Untersuchungsgefängnis Leistikowstraße Potsdam“